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Spanbaumstechen

Jeder Fan erzgebirgischer Volkskunst kennt sie und sie haben schon Millionen Menschen weltweit fasziniert: Die traditionellen erzgebirgischen Spanbäume. Doch wie entsteht eigentlich diese feine zierliche Weihnachtsdekoration?

Zunächst werden die Grundlagen des Baumes, sozusagen sein Stamm und der Sockel, gedrechselt. Das Ergebnis ist ein konischer Rohling (Stamm) und ein schmaler Fuß (Sockel). Anschließend wird der Rohling in einen Stechbock gespannt, so dass er einen guten Halt für die Bearbeitung hat.

Nun beginnt der Teil der Erschaffung, der besondere Geduld und lange Übung benötigt: Mithilfe eines Stemmeisens werden dünne Späne vom Rohling abgehoben, die sich wie Locken an den Stamm des Baumes legen und das Laub darstellen. Dabei wird das Stemmeisen kurz unterhalb des oberen Endes angesetzt, in das Holz gestochen und Richtung Spitze geführt.

Im letzten Schritt werden die Späne vorsichtig mit einer großen Nadel in Form gebracht, was sehr viel Fingerspitzengefühl erfordert, denn so ein Spanbaum kann je nach Größe bis zu 300 empfindliche Locken haben. Bei größeren Bäumen werden die Spanlocken noch miteinander verleimt, das gibt dem Baum Festigkeit und Stabilität.
Für die Herstellung eines Spanbaumes eignet sich nur erlesenes, geradlinig gewachsenes Lindenholz, da dieses sehr dicht gemasert und elastisch ist.

 

 

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